Viele kaufen zuerst ein Solarmodul und denken dann erst an den Speicher. Falsch herum. Der Speicher ist der entscheidende Teil, denn er bestimmt, wie viel von deiner selbst erzeugten Energie du tatsächlich nutzen kannst.
Hier sind die wichtigsten Punkte, die du vor dem Kauf kennen solltest.
Wie viel Kapazität brauchst du?
Ein durchschnittlicher Haushalt verbraucht 3.000 bis 4.000 kWh im Jahr, also etwa 8 bis 11 kWh pro Tag. Ein Speicher mit 10 kWh deckt dir theoretisch einen kompletten Tag ab, wenn du sparsam wirtschaftest. Als Faustregel gilt: Lieber etwas mehr Kapazität als zu wenig.
LiFePO₄ oder Lithium-Ionen?
LiFePO₄ ist die bessere Wahl. Die Technologie ist sicherer, hält länger (über 3.000 Ladezyklen) und verträgt tiefe Entladung besser. Lithium-Ionen-Speicher sind oft günstiger, altern aber schneller.
Wie schnell lädt das Gerät?
Achte auf die maximale Ladeleistung. Wenn dein Solarmodul 400 Watt liefert, bringt dir ein Speicher mit 100 Watt Ladeeingang herzlich wenig. Ladeleistung und Modulleistung müssen zusammenpassen.
Brauchst du AC-Ausgang?
Wenn du normale Haushaltsgeräte wie Kühlschrank, Mikrowelle oder Laptop betreiben willst, brauchst du einen Wechselrichter oder einen Speicher mit eingebautem AC-Ausgang. Ohne das kannst du nur Geräte mit DC-Anschluss betreiben.
Was kostet das über die Lebensdauer?
Ein billigerer Speicher mit 1.000 Zyklen kostet dich langfristig mehr als ein teurerer mit 3.000 Zyklen. Rechne immer den Preis pro Ladezyklus, nicht nur den Kaufpreis.
Kurz gesagt: Wer bei einem Solarspeicher nur auf den Preis schaut, kauft zweimal. Schau auf Kapazität, Technologie und Ladegeschwindigkeit, dann triffst du die richtige Entscheidung.